Deutsches Derby in Hamburg – Nachschau

Was für ein Derby. Mit In Swoop haben wohl die meisten nicht gerechnet, dennoch habe ich meine Wette auf Torquator Tasso getroffen und der hat mich für die restlichen Fehlschläge entschädigt. Ich war wirklich unsicher, ob ich ihn spielen soll, habe aber dann doch auf Platz getippt und lag damit goldrichtig. Von ihm wird man noch hören. Die zwei am wenigsten geprüften Pferde im Feld sind nun die lachenden Sieger, hinter Grocer Jack, der durchaus stark gelaufen ist und seine Marke bestätigt hat. 

Ein bisschen traurig bin ich über das Abschneiden von Kellahen, der leider gar nicht mehr in die Partie fand. Aber er hatte einen harten Rennkalender, wurde nachgenannt, da war sicher auch viel Druck hinter und leider konnte er sich das Rennen nicht so einteilen, wie er es mochte. Direkt an die Spitze beordert, profitierten dann am Ende andere Pferde, die schön versteckt geritten wurden. Generell kann man sagen (außer bei Grocer Jack), dass die am Wenigsten geprüften Pferde dieses Jahr die besten Plätze sicherten. Das gilt auch für Kaspar, der ebenfalls noch nicht viel getan hat. Dicaprio, der genauso häufig geprüft war wie die beiden auf eins und zwei, enttäuschte allerdings. Man sagt ihm nach, dass er viel Unterstützung braucht und der Rennverlauf auch überhaupt nicht nach seinem Geschmack gewesen wäre, sodass man ihm das Rennen sicher verzeihen kann. Vielleicht war den Pferden die kurze Abfolge der Rennen (coronabedingt) hier und dort zu viel. Auch Notre Ruler verkaufte sich auf Platz fünf ordentlich, lief mir aber leider aus der Wette

Palm Springs ist im Nachgang entschuldigt und so lustig wie das klingt, der hatte wohl ein Hodenproblem. Das musste ich mir auch erst Mal erklären lassen. Er wird jetzt kastriert und kann dann in Ruhe wieder loslegen, sobald die Operationswunden verheilt sind. 

Für Wonderful Moon, so sagt Andrasch Starke, wurde der Weg einfach zu weit, was man in der Union so ein bisschen erahnen konnte, ist also nun Gewissheit. Kein 2400 Meter Pferd. Was in Deutschland immer so ein bisschen ärgerlich ist, da gibt es wieder keine “wertvollen” Rennen mehr. Von guten Meilern wie Rubaiyat braucht man da gar nicht erst anfangen. Das deutsche Rennsystem unterstützt so ziemlich nur die klassische Distanz von 2400 Metern und der Rest muss gucken, wo er sich seine Lorbeeren holt. In Deutschland jedenfalls nicht. 

Jetzt wollen wir aber doch noch einmal von Grocer Jack reden. Der ist und bleibt ein tolles Pferd. Offenbar stört ihn weder Bahn noch Boden, der liefert konstant seine Leistung, wenn man sie braucht und das finde ich natürlich toll. In so treues Pferd ist Gold wert. 

Doch bei allem darf man natürlich den Derbysieger In Swoop nicht vergessen. Der hat wirklich überrascht und wie er angeflogen kam, war schon der Wahnsinn. Leider wird das deutsche Publikum kaum seine Freude an ihm haben, denn er wird wahrscheinlich künftig in Frankreich antreten. Wünschen wir im Hals und Bein dafür!

Lady Luck
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